Messen der Unternehmensleistung

Eine hohe Prozessleistung kann durch Zufall entstehen und ist nicht zwingend das Resultat einer hohen Prozessreife. Gleichermassen führt eine hohe Prozessreife nicht zwingend zu hohen Prozessleistungen. Eine Voraussetzung für das Messen und Verbessern des Führungs- beziehungsweise Managementsystems ist, dass die zu analysierenden Geschäftsprozesse tatsächlich ein Spiegelbild der aktuellen Leistungen und Vorgehensweisen ist.

Die Unternehmensleistung definiert sich durch die Prozessleistung wie auch der Prozessreife.

Analog bedeutet eine hohe Qualität der Prozessdokumentation nicht zwingend, dass die Prozessbeschreibungen nützlich sind, wie auch ein hoher Prozessnutzen nicht zwingend von einer hohen Prozessqualität abhängt. Erfahrungen zeigen, dass diese Faktoren jedoch positiv korrelieren. Ein reifes Führungs- beziehungsweise Managementsystem fördert die Prozessleistung, wie auch qualitativ gute Prozessbeschreibungen den Prozessnutzen erhöhen.

Messen der Prozessleistung

Die Prozessleistung weist auf die Effizienz der Prozessausführung hin: es wird damit eruiert, ob gemäss Prozessbeschreibung vorgegangen wird. Diese relativ objektive Messung der Prozesse deckt funktionale beziehungsweise Unternehmensbereiche auf, die verbessert werden können.

Messen der Prozessreife

Die Prozessreife weist auf die Effektivität der Prozessbeschreibungen hin: es wird damit eruiert, ob die richtigen Aufgaben beziehungsweise Aktivitäten (Prozesse) ausgeführt werden. Diese eher subjektive Messung des Managementsystems weist vor allem auf mögliche Massnahmen zur Verbesserung von Prozessen hin.

Nach Möglichkeit sollten Prozessleistung und Prozessreife getrennt gemessen und ausgewertet werden. Letztlich ist die Messung nur so sinnvoll, wie gezielt aufgrund der Analysen Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert und entsprechende Verbesserungsmassnahmen definiert und umgesetzt werden.